26. April 2012

© (c) Claudia Stäuble

 

Girls'Day 2012: Die Politik macht Mut

Wer macht Politik und wie funktioniert sie? 81 Berliner Mädchen haben am Girls'Day 2012 die Möglichkeit genutzt, das zu erforschen. Sie begleiteten Stadträte und Bezirksbürgermeister, Abgeordnete aus dem Bundestag oder dem Berliner Landesparlament bei ihrer Arbeit.

Zum Auftakt des Girls'Day  am 26. April hatte die SPD zum Frühstück in das Berufsfortbildungswerk im Wedding geladen. Frauensenatorin Dilek Kolat und Staatssekretärin Barbara Loth machten in kurzen Reden den  Teilnehmerinnen Mut, ihren eigenen  Weg zu finden und sich auch in bisher von Männern dominierten Bereichen durchzusetzen. Immer noch würden Frauen in vielen Bereichen bei gleicher Leistung schlechter bezahlt als Männer. Solche Ungerechtigkeiten müssen beseitigt werden, waren sich die Politikerinnen einig.

Auch in der Politik selbst gibt es Nachholbedarf. Knapp 1,4 Millionen Parteimitglieder gibt es in Deutschland, doch nur rund 390.000 Frauen engagieren sich in der Politik. Im Bundestag liegt der Frauenanteil bei rund 33 Prozent. Politik kann aber auch Mut zum Engagement machen, dazu trägt jedes Jahr der Girls'Day bei. Gegen Mittag trafen sich die Teilnehmerinnen wieder im Berliner Abgeordnetenhaus, um an der Sitzung des Parlaments teilzunehmen.

 
 

Wolfgang Thierse mit zwei Schülerinnen, die ihm am Girl´s Day bei seiner Arbeit im Bundestag über die Schulter kuckten.