19. Februar 2012

© (c) Studio Kohlmeier

 

Thierse in der WamS: Wo Angst, Gewalt und Hass regieren

Die Nachrichten über die rechtsterroristische Mordserie haben eine Welle des Erschreckens hervorgerufen, gefolgt von öffentlicher Erschütterung, Entrüstung, Empörung. Das Entsetzen ist nicht überraschend, vielmehr eine gleichermaßen natürliche wie verständliche menschliche Reaktion angesichts der Brutalität und Kaltblütigkeit der sogenannten Zwickauer Terrorzelle.

Erstaunlich ist jedoch das Erstaunen, das in mancher öffentlichen Äußerung zum Ausdruck kommt. Wer das politische und gesellschaftliche Geschehen in Deutschland in den vergangenen zwei Jahrzehnten aufmerksam verfolgt hat, der kann über das Ausmaß menschenverachtender Mordlust entsetzt, aber nicht wirklich überrascht sein. Zehn Menschen fielen den Rechtsterroristen zum Opfer. In den vergangenen 20 Jahren aber gab es bereits über 150 Todesopfer rechtsextremer Gewalt! Wer das nicht sah, der wollte es nicht sehen.

Der ganze Beitrag ist am 19. Februar 2012 in der "Welt am Sonntag" erschienen und ist auf dem Interneportal der "Welt" nachzulesen.