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29. Februar 2012

SPD fordert Initiative, die Geschichte von Ministerien vor und nach 1945 aufzuarbeiten

Anlässlich des heutigen Expertengesprächs zu personellen und institutionellen Kontinuitäten in Ministerien und Behörden der Nachkriegszeit im Ausschuss für Kultur und Medien erklärt der zuständige Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion Wolfgang Thierse:
 

Die SPD fordert eine Untersuchung der Frühgeschichte der wichtigsten Bundesministerien und ihrer NS-Vorgängerinstitutionen. In den schriftlichen Stellungnahmen zur heutigen öffentlichen Anhörung sind sich die Experten überwiegend einig, dass vertiefender Aufarbeitungsbedarf besteht. Über dieses bestärkende Urteil freuen wir uns. Die SPD hat in ihrem Symbol Download Antrag zu diesem Thema aufgezeigt, dass historische Untersuchungen notwendig, bereits vorliegende Forschungsergebnisse zu veröffentlichen und der Zugang zu Archiven und Quellen uneingeschränkt zu gewährleisten sind.

Die sehr fundierten Stellungnahmen der Experten lassen für die Anhörung eine spannende Diskussion erwarten. Eine wichtige Fragestellung ist dabei, wie Deutschland trotz des Zivilisationsbruches des Nationalsozialismus und der daraus erwachsenden einzigartigen Hypothek den Weg zu einer gefestigten Demokratie finden konnte.

Die SPD möchte mit dieser Anhörung jenen Diskurs vorantreiben, den wir bereits in der rot-grünen Regierungsperiode angestoßen haben. Anknüpfend an öffentliche Debatten und neue Erkenntnisse der vergangenen Jahre soll das geforderte Forschungsprojekt einen wesentlichen Beitrag zur Selbstverständigung und damit zum reflektierten Umgang der Bundesministerien mit der NS-Vergangenheit leisten.

Alle Informationen und die Stellungnahmen der Experten zur Anhörung sind ab Donnerstag, dem 1. März 2012 zu finden unter: http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/a22/oeffentliche_Sitzungen/59_ns_zeit/index.html.