15. Mai 2017

Kultur und Volk: Wie geht das denn zusammen?

Uhrzeit: 19.30 Uhr

Ort: Kulturvolk | Freie Volksbühne Berlin e.V., Ruhrstraße 6, 10709 Berlin

Teilnehmer:

  • Prof. Dr. Peter Brandt
  • Wolfgang Thierse, Vizepräsident des Deutschen Bundestages a.D.
  • André Lossin, Geschäftsführer Volkssolidarität Berlin
  • Jenny Erpenbeck, Autorin (angefragt)
  • Dr. Holger Hatje, Berliner Volksbank (angefragt)

Moderation: Alice Ströver

Zur Veranstaltung

Ursprünglich bezeichnete das Wort „Volk“ schlicht eine Menschenmenge, so wie heute noch im Englischen von a lot of people die Rede ist. Der Ausdruck Volk mit dem Zusatz „einfach“ (einfaches Volk) wird umgangssprachlich noch oft verwendet. Damit wird die Mehrheit der Bevölkerung eines Landes bezeichnet – die „breite Masse“ – in Abgrenzung zur dort herrschenden Elite. (s. Wikipedia)

 

Seit Kurzem tritt unser Verein Freie Volksbühne Berlin unter der Marke „Kulturvolk. Das Publikum“ in der Öffentlichkeit auf. Die Grundidee dabei war, als traditionsreiche Besucherorganisation an den Gründungsspruch der Volksbühnen-Bewegung von 1890 „Die Kunst dem Volke“ anzuknüpfen und damit darauf hinzuweisen, dass Menschen durch die Arbeit unseres Verein leichter den Zugang zu Kunst und Kultur finden.

 

Ob als Volkshochschulen, Volksbank oder Volkssolidarität: In vielen Namen von Institutionen in Berlin taucht das „Volk“ auf. Doch was ist das Volk heute? Ein Volk besteht aus der Gesamtheit der Bürgerinnen und Bürger in einer Gemeinschaft. Und meint der Begriff „Volk“ nicht genau die Gruppe von Menschen, die aufgrund bestimmter Gemeinsamkeiten und Interessen miteinander verbunden sind? Der Volksbegriff wird gelegentlich emotional und ideologisch aufgeladen. Doch warum ist das so?

 

Gibt es heute überhaupt noch eine aktuelle Definition von „Volk“, die so offen ist, dass die Gefahr der Ausgrenzung eines Teils der Bevölkerung nicht impliziert sein könnte? Ist „Kulturvolk“ ein statischer oder gar ein elitärer Begriff? Ist die Verbindung von Kultur und Volk zeitgemäß?

 

Darüber wollen wir mit den eingeladenen Gästen auf dem Podium aus ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen sprechen und laden dazu herzlich ein.