19. April 2011

© Foto: Oliver Igel

 

Leben und Arbeiten am Wasser

Wahlkreistag in Treptow-Köpenick

Wald und Wasser gehören zu den Markenzeichen des südöstlichen Berliner Bezirks Treptow-Köpenick. Deshalb lag es nahe, einmal einen ganzen Tag für Gespräche mit Wasserbezug in Treptow-Köpenick zu reservieren. Interessiert und geduldig hörte sich Wolfgang Thierse die facettenreichen Themenfelder rund um das Wasser in Treptow- Köpenick an.

Hausboote am Treptower Hafen

Erster Gesprächspartner waren die Hausbootbesitzer am Treptower Hafen. Als "kafkaesk" bezeichnete Thierse das Wirrwarr an Zuständigkeiten, das die Hausbootnutzer im Treptower Hafen plagt. Nachdem ihnen gekündigt wurde, versuchen sie nun an ihrem Standort oder in unmittelbarer Nähe bleiben zu dürfen.  Wolfgang Thierse versprach, sich für einen Verbleib der Hausboote einzusetzen. Die Bezirksverordnetenversammlung Treptow- Köpenick hatte auf Antrag der SPD ebenfalls ihre Unterstützung beschlossen.

Olympiastützpunkt Grünau - Ruder- und Kanusport

Stolz kann der Bezirk auf die Erfolge des Olympiastützpunktes Grünau - dem nächsten Besuchsort - sein. Hier liegt der Schwerpunkt auf dem Ruder- und Kanusport mit einer beeindruckenden Bilanz an internationalen Wettbewerbsteilnahmen und Medaillen. Thierse konnte sich bei einer Ausfahrt auch von der modernen Technik überzeugen, mit denen das Training unterstützt wird.

Wasserschutzpolizei

Die vielfältigen Aufgaben der Wasserschutzpolizei war Thema eines Vortrages von Beamtinnen und Beamten an ihrem Standort in der Baumschulenstraße - von der Eisrettung bis zum Umweltschutz wird auch hier ein umfangreiches Aufgabenfeld bearbeitet. Für den 1. Mai, bei dem auch die Wasserschutzpolizei die Kolleginnen und und Kollegen der Bereitschaftspolizei unterstützt, wünschte Thierse einen möglichst ruhigen Dienst.

Wasser- und Schifffahrtsverwaltung in Grünau

Sorgen machen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bauhofes der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung in Grünau die Reformpläne des Bundesverkehrsministeriums für die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung. Sollte aus einer Durchführungsverwaltung nur noch eine "Gewährleistungsverwaltung" gemacht werden, die Arbeiten nicht mehr selbst durchführt, sind drastische Personalkürzungen, verlorenen gegangenes Fachwissen und am Ende sogar Mehrkosten zu befürchten. Schon heute hat das Wasser- und Schifffahrtsamt Berlin 400 Kilometer Wasserstraßen bis nach Eisenhüttenstadt zu warten, darunter 17 Schleusen, 20 Wehre und mehrere hundert Brücken. Die technischen Anlagen müssen instandgehalten werden - was vielfach aufgrund ihres Alters und der unterschiedlichen baulichen Beschaffenheit ein hohes Maß an Fachwissen erfordert. Auch hier will sich Thierse mit den Fachpolitikern seiner Fraktion zusammensetzen und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung unterstützen.

Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei

Schließlich endete der Tag durch das Treptow-köpenick mit einem Rundgang und interessanten Gesprächen beim Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB).

Das Institut, dessen Aufgabe die Forschung über die Zukunft unserer Gewässer ist, hat am Ufer des Müggelsees im wasserreichen Treptow-Köpenick einen optimalen Standort, um Ökosysteme von Flüssen und Seen zu erforschen.