Auschuss für Kultur und Medien

 
Auschuss für Kultur und Medien

© (c) Deutscher Bundestag / Lichtblick/Achim Melde

 

Seit der Bundestagswahl 2005 ist Wolfgang Thierse ordentliches Mitglied im "Ausschuss für Kultur und Medien" des Deutschen Bundestages.

Kulturpolitik ist in Deutschland in weiten Teilen eine Angelegenheit der Bundesländer. Auf Bundesebene werden allerdings die Rahmenbedingungen für Kunst und Kultur gestaltet. Außerdem ist der Bund verantwortlich für die Förderung gesamtstaatlich bedeutsamer kultureller Einrichtungen und für den Schutz des kulturellen Erbes.

Der Ausschuss für Kultur und Medien im Bundestag wurde erstmals 1998 konstituiert, als die damalige von Gerhard Schröder geführte Bundesregierung das Amt eines Staatsministers für Kultur und Medien schuf. Ziel war es, die Wahrnehmung von Kultur auf der Bundesebene zu stärken und kulturpolitische Kompetenzen des Bundes zu bündeln. Im Ausschuss, der die Arbeit des Staatsministers begleitet und mitprägt, wird daher ein breites Themenspektrum behandelt, das von der Förderung der Hauptstadtkultur, über Gedenkstätten, Filmförderung bis zur Pressekonzentration und der Neugestaltung der Medienordnung reicht.

 

© (c) Deutscher Bundestag / Siegfried Büker

 

Wolfgang Thierses Interesse für Kultur reicht weit zurück. Er studierte Germanistik und Kulturwissenschaft, war kurze Zeit Mitarbeiter im Kulturministerium der DDR (Entlassung im Zuge der Biermann-Affäre) und beschäftigte sich viele Jahre mit Fragen der Kulturtheorie und der Ästhetik. Seit 1996 ist er Vorsitzender des Kulturforums der Sozialdemokratie.

 

In der Arbeitsgruppe Kultur und Medien der SPD-Bundestagsfraktion ist Wolfgang Thierse federführend verantwortlich für die Themen

  • Kulturförderung (insbesondere Kulturstiftung des Bundes, Hauptstadtkultur und Kultur in den Neuen Ländern),
  • Geschichte und Gedenken (Gedenkstätten zur Aufarbeitung der SED/DDR- und der NS-Vergangenheit, Bundesarchiv, Stasiunterlagenbehörde und Archivgesetze, Denkmalschutz einschließlich Baudenkmäler und Baukultur) und
  • Sprache und Literatur.

In diesem Jahr stehen insbesondere die Novellierung des Stasiunterlagengesetzes sowie die Verabschiedung eines Antrages zur Errichtung eines Gedenkortes für die Opfer der „Euthanasie“-Morde an.

In Zusammenhang mit seinen Schwerpunktthemen ist Wolfgang Thierse auch Mitglied verschiedener Stiftungsräte. Dazu gehören neben der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und der Kulturstiftung des Bundes auch die Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung und die Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum.